Sonntag, 29. November 2009

Feiertage

Wir alle wissen ja, dass die Amerikaner es lieben, Feste zu feiern. Besonders zu Halloween wird alles groß aufgezogen und man kann schon Wochen vorher die verschiedensten Riesenpakete Schokolade, Dekorationen oder die verrücktesten Varianten an Kostümen in den Supermärkten ergattern. Auch ich habe mir natürlich viel Zeit für für mein Kostüm genommen. Es war jedoch gar nicht so einfach, ein pumpkin Kostüm für Erwachsene zu finden und somit habe ich mir etwas ganz individuelles, mit viel Persönlichkeit, zusammengebastelt.


Am Freitag, dem 30. Oktober, hat meine Organisation eine Halloweenparty gegeben. Anfangs hatte ich keine große Lust darauf mit all den anderen Au Pairs den Abend zu verbringen, aber da alle meine Freunde, die ich hier kennengelernt hab, da waren, hatten wir unerwarteter Weise eine Menge Spaß und der Abend wurde ein voller Erfolg. Neben vielen Süßigkeiten, cookies und Wraps gab es einen Kostümkontest, bei dem ich in der Jury war und wir einen Brokkoli zum besten Kostüm kröhnten, und natürlich Musik, zu der wieder die lustigsten Tanzstyle ausgekramt wurden.



Am 31. Oktober bin ich zusammen mit meiner Gastfamilie und einer Horde Kinder nach Cambridge gefahren zum trick or treat. Meine Familie hat das mit dem Verkleiden übrigens ernst genommen und so war Gwen als eine Maskenballdame, Charlotte als Neandertalerin und Selina als Michael Jacksons Arzt verkleidet.



Meine Gastmama hat mir schon vorher gesagt, dass dies der beste Ort dafür sei und ich kann ihr wirklich nur recht geben. Die Anwohner verschiedener Straßen schließen sich zusammen und denken sich jedes Jahr ein neues Motto an Halloween aus und dekorieren ihre Häuser danach. Dieses Jahr war alles zum Thema Las Vegas ausgeschmückt.


Es waren so viele Menschen auf den Straßen unterwegs, die Leute saßen mit ihren Körben voll Süßigkeiten auf den Treppen, um sie zu verteilen, man sah die verschiedensten Kostümeund es gab keine Altersbegrenzung. Die Kinder haben jede Menge Süßigkeiten bekommen und ich kann nur sagen, dass ich bis vor einigen Tagen immer noch Schokolade übrig hatte (ja Fetti Fetti Boom Boom, ich weiß).



Hier möchte ich euch ein paar der niedlichsten und coolsten Kostüme zeigen, die ich an Halloween gesichtet habe:


Am späten Abend habe ich mich dann mit ein paar Freunden getroffen und zusammen sind wir durch Brighton gezogen.


Am 26. November haben wir Thanks giving gefeiert. Mit gefeiert meine ich Champagner, einen riesen Truthahn, verschiedene Arten Gemüseauflauf, Cranberrysauce und eine Menge Kuchen.


Wir hatten Besuch von ein paar Familienmitgliedern und Freunden. Schon 2 Tage vorher haben wir die Kuchen gebacken und das große Kochen begann am Donnerstagmorgen, an dem wir nebenbei die Macys streetparade in Manhatten verfolgten. Das war eine große Straßenparade, bei denen z.B. viele überdimensionale Disneyfiguren,Schausteller und Sänger mit Musik durch Manhatten zogen.


Nachdem der Tisch dann reichlich gedeckt war , schauten wir ,ganz der Tradition nach, football im Fernsehen. Alle waren schick gekleidet und wir genossen die Zeit zusammen.


Ich bin sehr glücklich darüber, soviel neues mitzuerleben und typische Traditionen mitzufeiern, denn es bereitet eine Menge Spaß. Nach dem ganzen Essen waren meine Freunde und ich zu einem Thanks giving fire eingeladen und es war ein schöner Ausklang eines ereignisreichen Tages.

Heute sind wir mit der ganzen Familie losgezogen, ein paar erste Einkäufe für das nächste bevorstehende Fest zu erledigen.


So haben wir seit heute, neben ein paar Weihnachtssternen und anderen Dekorationen am Haus, einen großen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehen. Es war wirkliche eine lustige Einkaufstour und auch wenn das Wetter noch nicht in Winterstimmung kommen möchte, stimmen wir uns nun auf die bevorstehende Weihnachtszeit ein.


Freitag, 23. Oktober 2009

Schnelldurchlauf

Seit ueber 2 Monaten bin ich nun schon in Amerika, aber wie Jenny schon in ihrem Blog verfasst hat, weiss ich gar nicht, ob das eine lange Zeit oder erst der Anfang ist. Ich habe mich hier gut eingelebt, und doch birgt jeder Tag etwas Neues fuer mich.

Zum 20. Geburtstag einer Freundin, der Leni, hab ich zusammen mit Alex einen oreo cookie cake gebacken und zu unserer Unterhaltung haben wir mit ihr Piniata gespielt. Es war wirklich herrlich mit anzusehen, wie sie versucht hat, mit dem Baseballschlaeger auf das arme kleine pinke Schweinchen einzuschlagen. Die Freude war jedoch gross, als es endlich geschafft war und die Suessigkeiten nur so herausflogen.



Am Columbus Day haben Laura und ich uns aufgemacht, Vermont zu erkunden. Frueh um 7 ging es los und unser erster Stop war in New London. In der Hoffnung da vll. auf meine Caro zu treffen, wurde ich enttaeuscht, aber fuer ein Kaffeepaeuschen birgt die Stadt viele kleine Cafes.






Die Farben des Herbstes erleichterten uns die Autofahrt alle Mal, denn Vermont ist zu dieser Jahreszeit wunderschoen. Es ist der komplette Gegensatz zu den Grossstaedten ,wie New York oder Boston, die wir bisher gesehen haben.




Ausserdem hatten wir herrliches Wetter an unserem freien Tag und so zog es uns auch schon in die Hauptstadt, Montpelier. Dies ist wirklich eine sehr kleine Stadt (vergleichbar mit Forst). Trotz der geringen Groesse birgt Montpelier einige Schoenheiten in sich. Was wir auch gleich feststellten, die Esskultur ist ganz anders, als in anderen Teilen Amerikas. Wir sind auf zahlreiche vegetarische und vegane Restaurant gestossen und von Fastfoodketten war weit und breit keine Spur.



Mitten im Wald fanden wir einen Aussichtsturm, den wir natuerlich bezwingen wollten:-)






Anschliessend fuhren wir weiter nach Waterbury, zu unserem eigentlichen Ziel:
Die Ben and Jerrys ice cream factory:-)







Wir nahmen an einer Fuehrung teil durch die gesamte Fabrik. Das BESTE jedoch war, dass wir am Ende die Sorte des Tages zum probieren bekamen. Das Eis ist wirklich zu gut und deshalb hat uns eine kleine Kostprobe natuerlich nicht gereicht, schliesslich haben wir uns den weiten Weg hierher aufgemacht und muessen uns dafuer belohnen:-)




Da Halloween nun gar nicht mehr weit entfernt ist, viele Familien ihre Haeuser schon wild dekoriert haben und die Kuerbisse vor der Tuer stehen, haben Kathi, Laura und ich uns gedacht, uns auf den Weg zur Hexenstadt Salem zu machen.







Ich bin mir nicht sicher, ob ich sagen kann, dass die Stadt voller Leben steckt, denn sie birgt viele Gruselgeschichten, wie wir auf einer Mitternachtstour durch die dunklen Strassen von Salem herausfanden.


Unser Guide konnte sogar ein paar Worte Deutsch sprechen, was uns aber nicht die Angst vor manch ulkigen Gestalten nahm. Die Strassen waren gefuellt mit Standen und ueberall traf man auf Hexen, Vampire oder andere Gespenster. Unser Tag endete damit, dass wir, nachdem wir aus einem Club kamen, auf ein Brautpaar gestossen sind, die gerade alles in ihr Auto verladen hatten und mit uns dann die Reste von ihrer Hochzeitstorte vertilgt haben.




Ich habe hier bis jetzt wirkliche eine tolle Zeit erlebt, es macht eine Menge Spass alles mitzuerleben und mittendrin zu sein. Ausserdem habe ich tolle Menschen um mich herum, was es alles entspannter und natuerlich lustiger gestaltet:-)